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Die Halterin des zu Tode gequälten Yorkshire-Terrier Ernie wurde ermittelt

 
 

28.08.2010 | 16:37 Uhr

Bergheim - Die Halterin des Hundes „Ernie“ ist ermittelt. Das teilte die Polizei mit. Eine 20 Jahre alte Frau aus Bergheim sei seit rund anderthalb Jahren die Besitzerin des Yorkshire-Terriers. Bei der Stadtverwaltung gemeldet sei der Hund nicht gewesen.

Der Fall des zu Tode gequälten Yorkshire-Terrier-Mix „Ernie“ hat viele Tierfreunde tief bewegt. Tierschützer hatten eine Belohnung von 1.000 Euro für einen Hinweis ausgesetzt, der zur Ermittlung des Täters führt.

Laut Pressestelle der Polizei hat die Halterin bei der Vernehmung angegeben, den kleinen Hund einige Tage vor seinem Auffinden in Quadrath-Ichendorf einem Bekannten übergeben zu haben. Dieser habe den Rüden ins Tierheim bringen sollen.

Dieser Bekannte der Frau war gestern Nachmittag von den Beamten noch nicht befragt worden. Die Ermittlungen dauerten an, so die Polizei.

Nach dem Tierschutzgesetz erwartet den oder die Schuldigen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Das ist in Paragraf 17 des Gesetzestextes festgelegt und gilt für denjenigen, der „ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet“ oder einem solchen „aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden“ zufügt.

Der von den Tierschützern auf den Namen „Ernie“ getaufte Rüde war in der letzten Woche am Mittwoch zwischen Bergheim und Quadrath-Ichendorf an einem Baum festgebunden von Spaziergängern gefunden worden. Im Tierheim Bergheim fiel der stark abgemagerte Hund dann ins Koma. Der etwa vier bis sechs Jahre alte Rüde hatte schwere Verletzungen, die laut Silvia Kemmerling, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, „auf brutalste Art und Weise“ zugefügt worden sein mussten. Es sei der schlimmste Fall von Tierquälerei im Kreis seit vielen Jahren. So waren mehrere Rippen des Hundes gebrochen und auch der Schädel schwer verletzt worden. „Ernie“ hat vergebens um sein Leben gekämpft und starb am darauf folgenden Freitag.

Verein berät derzeit über Verwendung der Spenden

Am Freitag hatte der Tierschutzverein Bergheim Vorstandssitzung. Dann sollte das weitere Vorgehen besprochen sowie eine Bilanz der für Ernie eingegangenen Spenden vorgelegt werden.




 

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