| | 13.03.2010 | 19:50 Uhr In Italien hat die Polizei einen Schmuggler-Ring auffliegen lassen. Die Beteiligten haben mit dem illegalen Handel von Hundewelpen über 330.000 Euro verdient. Die Hunde wurden aus Ungarn «importiert» und mussten teils unter grausamen Zuständen leiden.
Die Polizei geht davon aus, dass viele Tiere den Transport aus Ungarn gar nicht überlebt hatten. Die Ermittler verhafteten 27 Personen mit Wohnsitz in den Regionen Piemont, Lombardei und Emilia Romagna wegen illegaler Einfuhr von Tieren, tierischer Grausamkeit und Misshandlung, illegalem Verkauf sowie Fälschung und Betrug. Offenbar war der Handel mit den Welpen so lukrativ, dass einige der Schmuggler ihre reguläre Arbeit kündigen konnten.
Rund 300 Hunde verschiedener Rassen wurden beschlagnahmt und in Familien oder zertifizierten Zwingern untergebracht.
Tierärzte als mögliche Komplizen?
Die Organisation, die in Turin ansässig war, hatte die Hunde, sobald sie in Italien waren, an private Käufer und Tierhandlungen verkauft. Nach dem Gesetz müssen Hunde in Italien zur Identifizierung Mikrochips tragen – viele Chips wurden aber gefälscht oder nur auf das Tier geklebt. Laut Polizei könnte es auch sein, dass Tierärzte als Komplizen die Chips an die Schmuggler geliefert haben.
Quelle: SF Tagesschau « L I N K »
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