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Friedrichshafen: Erneut schwere Vorwürfe gegen Tierheim - Ermittlungen wegen Urkundenfälschung und illegale Einfuhr von spanischen Hunden [UPDATE]

 
 

02.03.2010 | 09:00 Uhr

Nachdem Anfang 2008 die Tierheimleitung Doris P. und Katja T. sowie der zuständige Tierarzt Iven H. rechtskräftig wegen Urkundenfälschung und illegaler Einschläferung von 40 Katzen sowie zehn weiteren Tieren vom Amtsgerichts Tettnang zu einer hohen Geldstrafe (5900 Euro!) verurteilt wurden, ermittelt die Staatsanwaltschaft Ravensburg schon seit März 2009 unter anderem wegen Urkundenfälschung gegen derzeit zwei Personen, so eine Meldung von SÜDKURIER.

So soll laut SÜDKURIER die ehemaligen stellvertretenden Chefin des Tierheims von Friedrichshafen Frau Katja T. seit 2006 illegal Hunde aus Spanien eingeführt und mit falschen Papieren weitergegeben haben. Katja T. deklarierte offensichtlich die vorwiegend aus Spanien eingeführten Hunde als Fund- bzw. Abgabehunde aus dem Raum Friedrichshafen. Die Hunde wurden dann mit gefälschten Heimtier-Ausweisen für eine Schutzgebühr von bis zu 350 Euro weitergegeben, so der Vorwurf der Polizei.

Nach der Hausdurchsuchung durch die Polizei wurde Katja T. fristlos gekündigt.

Wie viele spanische Hunde mit falschen Papieren weitergegeben wurden, wird schwer zu ermitteln sein. So sollen zwischen Juli 2008 bis Juli 2009 zusammen knapp 180 (!) Fund- und Abgabehunde neu herein gekommen sein, im Jahr 2005 wurden der Stadt Friedrichshafen insgesamt nur 18 Fundhunde aus dem Tierheim gemeldet.

„Wir wussten nichts davon“, sagt die Vereinsvorsitzende, Myriam Zanker, in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER. Es scheint unbegreiflich, dass Katja T. wohl drei Jahre im Alleingang Hunde aus Spanien geholt hat, quasi über Nacht immer neue Hunde in den Zwingern steckten, doch niemand davon etwas mitbekommen haben will, heißt es weiter.

Doris P. ist trotz Verurteilung nach wie vor Tierheimleiterin. Ihr Lebensgefährte und Tierarzt Iven H. hatte den Tierheimmitarbeitern die Erlaubnis erteilt, seine Unterschrift unter EU-Heimtierausweisen zu fälschen. Daraufhin wurde ihm vom Landratsamt untersagt, solche Ausweise für Tierheim-Tiere weiterhin auszustellen. Dieser Bescheid wurde vom Regierungspräsidium Tübingen bestätigt und in Kraft gesetzt. Dagegen wehrt sich der Tierarzt vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen, so der Bericht im SÜDKURIER weiter.


Lesen Sie bitte weiter:


Vorwürfe waren schon 2008 bekannt
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Augen zu?
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Spanische Hunde illegal eingeschleust
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Tiere illegal eingeschläfert
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11.03.10 | 18:25 Uhr
Ermittlungen gegen Tierheimleitung Friedrichshafen - Pflegerin soll über Monate spanische Hunde eingeführt und zu deutschen gemacht haben

Wegen Urkundenfälschung und Betrugs ermittelt die Staatsanwaltschaft Ravensburg erneut gegen das Tierheim Friedrichshafen. Mitarbeiter sollen über Monate in regelmäßigen Transporten unter anderem spanische und polnische Hunde nach Deutschland gebracht und sie als deutsche Hunde ausgegeben haben, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Matthias Seitz, am Donnerstag auf ddp-Anfrage sagte.

Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, könnte laut Seitz Ende April/Anfang Mai der Prozess eröffnet werden.

Zeugen sprechen davon, dass den spanischen und polnischen Hunden die Kennzeichnungschips zur Herkunft ohne Narkose und laienhaft aus dem Körper entfernt und die neuen auf dieselbe Weise eingepflanzt worden seien. Zur Abgabe an Interessenten sei die Vergangenheit der Hunde anschließend neu erfunden worden.

Sobald die Hunde in regelmäßigen Transporten auf einer Raststätte bei Freiburg übernommen worden waren, sollen sie unter die deutschen Hunde gemischt worden sein. Quarantänemaßnahmen seien nicht eingehalten worden, wirft Staatsanwaltschaft der Frau vor.

Ein weiterer Vorwurf: Die Hunde seien ohne Tollwutschutz ins Land geholt worden und für Mensch und Tier wegen der typischen Hundekrankheiten in Spanien eine Gefahr gewesen.

Quelle:
« L I N K »

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27.03.2010 | 07:50 Uhr
Jetzt ist die Justiz am Zug
Friedrichshafen – Gut ein Jahr hat die Polizei in Sachen Tierheim Friedrichshafen recherchiert, bei einer Hausdurchsuchung sichergestellte Unterlagen ausgewertet, Gespräche geführt. Hunde aus dem Ausland – vor allem Spanien – wurden mindestens seit 2006 ins Tierheim eingeschleust und als deutsche Fundhunde vermittelt.

Lesen Sie bitte weiter:

Quelle: Südkurier
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